vonfeyerabend


Einmal durch die Himmelspforte hindurch und ab ins Bücherparadies: Skys Buchrezensionen!
November 3, 2012, 8:14 pm
Filed under: Buchblogs vorgestellt

Himmlische Lesetipps eines männlichen Bloggers direkt aus dem Bücherparadies: Skys Buchrezensionen!



Hei, was ist der Schwerpunkt Deines Blogs?

Als Literaturblog liegt der Schwerpunkt natürlich bei den Büchern, wobei bei mir es hauptsächlich um die Rezensionen, einen gewissen Einblick hinter die Literaturwelt und auch gewissermaßen um den günstigen, aber genauso gleichwertigen, Literaturgenuss geht. Natürlich darf die Prise Humor dabei manchmal nicht fehlen. Auf den Punkt: „Skys Buchrezensionen“ sieht auch hinter den Inhalt hinaus.


Würdest Du sagen, dass Du ein bekannter Blogger bist? Und: was macht einen Blog zu einem guten Blog?

Nein, ich würde nicht behaupten ich wäre bekannt. Ich kann meine Erfolge verzeichnen, aber mich als bekannt zu bezeichnen, wäre zu viel des Guten.
Ein guter Blog muss mit Leidenschaft betrieben werden. Ohne sie geht es nicht und ich finde, darin liegt auch die Kunst in einem guten Blog. Die Euphorie sollte spürbar sein und auch die Hingabe zu seinem Blog und dessen Thematik. Dadurch wird ein Blog erst individuell und zu etwas Einzigartigem. Und somit auch zu einem guten Blog.


Hast Du ein Lieblingsgenre? Lieblingsverlage? Lieblingsautoren? Lieblingsfilme?

Ein richtiges Lieblingsgenre oder einen speziellen Verlag habe ich nicht. Ich lese Bücher, die mir einfach zusagen. Das kann ein Thriller oder auch eine Liebesgeschichte sein. Es gibt aber Autoren, an deren Büchern ich nie vorbeilaufen kann. Dazu gehört in erster Linie Sebastian Fitzek, dessen Plots und spannungsgeladenen Thriller mir jedes Mal den Atem nehmen. Genauso lese ich aber auch Kai Meyer gerne, dessen Bücher einen in eine phantastische Welt entführen und ich liebe John Green für seine Jugendlichkeit. Und ich könnte endlos weitermachen. Bei so vielen guten Autoren fällt es schwer die Besten auszuwählen.
In Punkto Filme verhält es sich ähnlich. Am liebsten sehe ich mir „Die fabelhafte Welt der Amélie“ an, der mich immer wieder zum Lächeln bringt, bin aber gleichzeitig begeisterter Tim Burton Fan und mag Filme wie „Requiem for a dream“ oder „Black Swan“ von Darren Aronofsky.

Du testest auch Produkte, was und warum? Und welche Erfahrungen/Empfehlungen kannst Du aussprechen?
In erster Linie sind die Produkte natürlich Produkte um die Literatur. Bisher sind es nur eBook Reader, die einfach zum Lesen dazu gehören, in meinen Augen. Angefangen hat es ursprünglich damit, dass ich mir nicht den Kindle, wie viele andere, gekauft habe, sondern einen Trekstor Reader. Ich bekam Anfragen, ob ich über ihn einen Produkttest schreiben könnte. Gesagt, getan und ich empfinde es weitaus schwieriger Produkte zu bewerten, als ein Buch. Man muss viel mehr beachten, mehr überdenken, als bei einem Roman.
Die Vorgabe bei einem Produkt ist schlicht: Was erwarte ich und was bekomme ich. Diese Prämissen braucht es um zu entscheiden, ob das eine Produkt für mich angemessen ist oder nicht. Darüber muss man sich im Klaren sein.

Welche Rolle spielt das Lesen in Deinem Leben?
Das Lesen spielt eine sehr wichtige Rolle in meinen Leben. Für mich ist es fast schon mehr als ein Hobby geworden, speziell seit es meinen Literaturblog gibt. Lesen ist Tröster, Fluchtmöglichkeit und gleichzeitig Lernen. Es ist einfach ein Gefühl etwas „erlebt“ zu haben. Es dient der Entspannung und gleichzeitig der Aufklärung gleichermaßen.


Du bist auf dem besten Weg Lehrer zu werden – was wirst Du Deinen zukünftigen Schützlingen über die Literatur mit auf dem Weg geben?

Das mit dem Lehramt steht noch gar nicht so festgeschrieben. Natürlich werde ich versuchen – als eventuell zukünftiger Lehrer – meine Schüler anzuregen, in ein Buch zu schauen.
In erster Linie muss man ihnen klar machen: Lesen ist nicht was, wozu man gezwungen werden muss, um etwas zu erfahren. Ohne Zwang funktioniert kein vernünftiges Lesen, genauso wie wenn kein Interesse am Thema besteht. Jeden kann man zum Lesen animieren, man muss nur das richtige Buch dafür finden. Und dazu würde ich sie anregen: Nach der Suche nach dem besten Roman für sie.

Gibt es viele Männer, die über Literatur bloggen?
Nein. Ein paar Vereinzelte sind mir bekannt, aber sie bilden keineswegs eine Mehrheit unter den Blogs. Die meisten meiner Leser oder auch die Blogbetreiber sind weiblich. Frauen dominieren den Markt gewaltig.


Was macht für Dich ein Buch zu einem guten Buch?

Ein interessanter, durchdachter Plot, gepaart mit Charakteren mit Ecken und Kanten und einem Schreibstil, der Spannung, Anspruch und Gefühl vermitteln kann. Das sind die Komponenten für einen guten Roman. Sobald eine fehlt, verschlechtert sich der Roman. So zumindest theoretisch und so ist es bei den meisten Büchern, die ich als gut empfinde. Es gibt aber wiederum auch Ausnahmen, die einen aus anderen Gründen fesseln, und da fällt es schwer zu begründen, warum man so begeistert gewesen ist.


Gibt es Themen/Figuren/geschichtliche Episoden, über die Du gerne lesen würdest, die es so aber noch nicht gab?

Es wird so viel behandelt. Heutzutage gibt es kein Tabu mehr in der Literatur. Vom dritten Reich aus der Sicht des Täters bis zum Vergewaltigungsopfer wird mittlerweile alles verarbeitet. Es gibt eigentlich nichts mehr, woran man sich direkt so wagen könnte, dass es noch kein anderer versucht hätte, nur in einer anderen Richtung oder Machart.

Was machst Du noch in Deiner Freizeit? Oder ist die schon komplett mit Lesen und Bloggen ausgefüllt?
Manche Leser von meinen Blog vermuten es heimlich, aber neben dem Lesen und Bloggen, versuche ich auch selbst als Autor Fuß in der Branche zu fassen. Mein Leben ist also durchaus mit Literatur verbunden, auch in meiner Freizeit.
Aber Schreiben und Lesen dominieren nicht mein gesamtes Leben. Ich koche auch gerne und probiere auch in der Küche einfach neue Sache aus. Für Sport wiederum konnte ich mich nie erwärmen, schon als ich kleiner war nicht und auch heute nicht. Sport und ich werden wohl nie Freunde.


Hast Du für Anfänger einen Tip, wie man seinen Blog aufpeppen kann?

Man sollte seinen eigenen Stil finden. Etwas, was einen auszeichnet. Es gibt viele Blogs, die dieselben Themen haben. Ein Markenzeichen braucht jeder. Sei es jetzt im Namen oder im Design. Augenmerk sollte in erster Linie darauf liegen, dass es etwas wird, was zu einem passt. Es gibt nichts schlimmeres, als einen Blog, der keinen „Charakter“ besitzt. In meinem Fall ist das Tragende meine Kolumne „Zerrissene Seiten“, die einfach mich ausstrahlt. Manchen Blogs fehlt so etwas und genau so etwas Eigens bringt den Leser dazu, den Blog zu verfolgen und mehr zu erfahren.

Was stellst Du unter den Rubriken „Spar beim Buch“ und „Hinter dem Buchdeckel“ vor?
„Spar beim Buch“ soll sich nicht auf das Verkaufen der Bücher beziehen, sondern Menschen, mit weniger Geld in der Tasche, sollen angesprochen werden, damit sie günstig an gute Literatur kommen können. Nicht jeder kann sich es leisten, teure gebundene Bücher zu kaufen, die mit Bekanntheitsgrad des Autors immer mehr Löcher in den Geldbeutel fressen. Es gibt durchaus mehr Möglichkeiten und gewisse Tricks und Trends bei Literatur, die man durchschauen kann und so mit wenig Geld seine Leselust zu befriedigen.
„Hinter dem Buchdeckel“ geht hinter die Kulisse der Literatur. Woher kommt sie? Wie entsteht sie? Wie verdienen eigentlich Autor und Buchhandlung ihr Geld? Solche Fragen sollen dort beantwortet werden. Es ist ein Blick hinter den Roman und dessen Vermarktung.

Was glaubst Du, wie sich der Buchmarkt weiter entwickeln wird?
Die Digitalisierung der Literatur wird fortschreiten. Die Anzahl von eBooks wird steigen und auch immer öfter im Self-Publishing-Bereich, unabhängig von Verlagen oder Firmen.
Der Verlag wiederum wird eine beständige Größe bleiben, wenn auch zurückgenommen und von seinem Sortiment auf Massenware setzend, der aber die Selektion zwischen Schund und guter Literatur tragen wird. Das Spartenpublikum bildet sich immer mehr abseits des Verlages über den eBook-Markt.
So wird es immer mehr aussehen. Autoren verdienen mehr, da sie die Zügel selbst in die Hand nehmen und Verlage werden auf Massentauglichkeit pochen. Die letzten Bewegungen zeugen davon. Verlage schließen sich zu Gruppen zusammen, während gleichzeitig Kleinverlage aus dem Boden sprießen.


Welche Figur würdest Du mal gerne wo treffen?

Bei der Fülle von Figuren, die es gibt, ist die Frage mehr als schwierig zu beantworten. An sich würde ich keine Figur wirklich treffen wollen.


Du schreibst auch über Verfilmungen – was ist für Dich die stimmigste und was geht gar nicht?

Verfilmung und Buch sind zwei verschiedene Dinge, darüber sollte man sich klar sein. Was geschrieben wurde, kann nicht immer so auf die Leinwand übertragen werden. Kein Buch kann einen Film wiedergeben oder auch umgekehrt. Die Bücher aber gut umzusetzen ist aber am Besten in „Der Herr der Ringe“ geschehen. In meinen Augen haben die Filme es sogar geschafft, die Bücher so zu verkürzen, dass sie die Vorlage etwas übertreffen.
Eine Verfilmung, die hingegen zwar die Vorlage „Buch“ hat, aber eine komplett eigene Geschichte erzählt, ist für mich keine Verfilmung mehr und sollte auch nicht mehr so betitelt werden.

Was sollte ein guter Autor auf jeden Fall können und was macht ihn zum Bestseller?
Ein guter Autor braucht Charakter, Leidenschaft zu seinen Figuren und sollte sich auch gegen seine Leserschaft und ihre Wünsche stellen. Nur liefern, was gewollt ist, ist etwas, was einen guten Autor nicht auszeichnet. Ein Bestseller entsteht oft aus Ungewolltem: Die Überraschung ist damit größer und die Faszination wächst.

Sollte Deine Freundin auch buchsüchtig sein? 🙂
So etwas kann mich nicht sagen. Entweder es ist so oder es ist nicht so. Es ist natürlich immer schön, wenn man ein Hobby teilen kann, aber es keine Pflicht.

Was hast Du bis jetzt geschrieben?
Geschrieben so manches, aber wirklich veröffentlicht rein gar nichts. Es ist aber noch etwas in Planung und wer weiß, vielleicht wird es auch mal zum Lesen in die Öffentlichkeit gehen.

Und nun bitte drei Lieblingsbücher für meine Top Ten sowie drei Bücher, die man besser schneller wieder vergisst!
Lieblingsbücher:
Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher
Linwood Barclay – Ohne ein Wrot
Patrick Ness – A Monster Calls (oder: Sieben Minuten nach Mitternacht)

Katastrophen:
Wolfram Fleischhauer – Torso
Charlotte Roche – Feuchtgebiete
Jussi Adler-Olsen – Das Alphabethaus

Hast Du Blogs, auf denen Du selbst gerne unterwegs bist oder andere lustige, originelle Internetseiten?
Sind jetzt nur ein paar, aber die Seiten, wo ich immer wieder gerne vorbeischaue.
Brösel’s Bücherregal, Die Liebe zu den Büchern, Books&Senses,
Notizen der Bücherdiebin, Hazy Memories

An dieser Stelle bitte kräftig die Werbetrommel rühre: was macht Deinen Blog besonders?
Werbetrommel. Muss ich jetzt als Werbesprecher auftreten? Na gut, probieren wir es mal.
„Skys Buchrezensionen“ ist ein Produkt der Sky Production Corporate Inc., die sich der Literatur verschrieben hat. Nebst informativen Informationen rund um die Literaturwelt, ausführlichen und kritischen Auseinandersetzungen mit Werken musischer Beschaffenheit, hat sich die Marke der „Kolumne“ verschrien, dessen Augenmerk auf Sprache und Humor liegt. Einmal durch die Himmelspforte hindurch und ab ins Bücherparadies. Wir erwarten Sie!
Ich hoffe der Werbespruch überzeugt.

Vielen Dank an Skys Buchrezensionen! Mich überzeugt der Spruch 🙂

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2 Kommentare so far
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Ein tolles Interview; hat mir richtig gut gefallen !! L.G. Annette

Kommentar von Annette

🙂 Ich bin auch gespannt, was aus dem Wolkenreich noch so alles zu hören sein wird!
Wenn Du Lust hast, Dich hier auch vorzustellen, gib Bescheid!
Lg Charly

Kommentar von Charly




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